Man muss es nicht verschweigen: Die vergangenen Jahre haben uns, was den Winter angeht, verwöhnt. Im Norden Polens waren „weiße Weihnachten“ nur noch eine Erinnerung. Wenn es schneite, dann meist Anfang Januar, und wenn es kalt war – dann blieb das Thermometer wirklich nur selten länger als ein paar Tage unter Null. Jetzt haben wir endlich einen richtigen Winter. Der Höhepunkt war der Winter im letzten Jahr, als die Temperatur vielleicht zweimal auf minus ein paar Grad sank und wir an einem einzigen Tag Schnee sahen … im Mai!

Jetzt haben wir endlich einen richtigen und schönen Winter. Endlich ist auch Schnee gefallen, wodurch der Grundwasserspiegel zumindest ein wenig ansteigen kann.

Wir schreiben all das aus einem einzigen Grund – wir erhalten derzeit täglich Anrufe und E-Mails mit der Frage, ob die Kälte den Samen schaden könnte. Unsere Antwort ist kurz und bündig: Nein! Keine Sorge, selbst die absolute Null schadet den Samen nicht (und sie können in flüssigem Stickstoff gelagert werden, um ihre Keimfähigkeit über Jahrtausende hinweg zu bewahren). Allerdings gibt es hier einen kleinen Haken – die Feuchtigkeit der Samen. Wenn sie viel Feuchtigkeit enthalten, werden die Zellwände bei niedrigen Temperaturen aufbrechen. Wenn ihr jedoch unser Saatgut kauft, könnt ihr ganz beruhigt sein :)