Man könnte meinen, der Kreuzzug gegen Landwirte, die ihr eigenes Saatgut gewinnen, sei ein Einzelfall; wenn man dies jedoch mit den Meldungen des Polnischen Kleingärtnerverbands in Verbindung bringt, sieht es zunehmend nach einer sehr gut durchdachten Aktion aus. Ziel: den Menschen die Möglichkeit zu nehmen, ihre eigenen Lebensmittel zu produzieren, und/oder sie von der Produktion großer internationaler Konzerne sowie von Importeuren und Händlern, die mit diesen Sektoren verbunden sind, abhängig zu machen.

Zitat aus Informationen des PZD:


Sind 500.000 Kleingärten von der Auflösung bedroht?
Im Ministerium für Entwicklung und Technologie wurde ein Verordnungsentwurf ausgearbeitet. Dieser präzisiert die Regeln für die Erstellung von Gemeinde-Gesamtplänen, mit denen die Flächennutzungspläne im Einklang stehen müssen. Die vorgeschlagenen Regelungen bedeuten, dass in zwei Jahren für den Großteil der Gemeindegebiete ein Verbot gelten könnte, Kleingärten in die Ortsentwicklungspläne aufzunehmen. Der Entwurf betrifft sogar 60 % der Kleingärten – etwa 520.000 Parzellen. Im schlimmsten Fall würde ihre Existenz im Widerspruch zum Ortsentwicklungsplan stehen – dies würde den Weg für die Auflösung der Kleingärten zu kommerziellen Zwecken ebnen. Der PZD hat eine Kampagne zur Änderung des Entwurfs gestartet, doch bislang werden die Forderungen der Kleingärtner ignoriert.


Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auf den Seiten des PZD: